Bootsbauprojekt 2010
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De Freeske Pott |
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Yacht-Club Aurich entwickelt einen neuen Bootstyp für heimische Gewässer Autos werden sich immer ähnlicher, sie werden konstruiert nach den gleichen Prinzipien und zwangläufig kommt auch bei allen Entwürfen mehr oder weniger das Gleiche heraus. Für Segeljollen und -yachten gilt dies in gleicher Weise, auch hier wird nach dem Mainstream konstruiert und das Ergebnis ist „Tupper-Sailingware“. Andererseits bleiben nicht nur Segler neugierig stehen, wenn irgendwo mal ein altes Holzboot oder ein besonderes Schiff liegt. So ein Boot ist einfach interessant, es ist eine Augenweide und es beschwört Erinnerungen herauf... Die meisten Segeljollen oder Katamarane bieten heute zwar einen hohen Adrenalin-faktor, sind aber oft nur noch bei gutem Wetter und mäßigen Winden einsetzbar. Man braucht sich nur einmal die Schäden ansehen, die bei Regatten entstehen, wenn es einmal etwas kräftiger bläst. Es ist schwierig, ein Boot zu finden, das noch etwas aushält und gleichzeitig bezahlbar ist. Die Jugendarbeit des Yacht Club Aurich, die auch im Verbund mit mehreren Schulen durchgeführt wird, ist bewährt und eine gute Sache. Viele Kinder haben bereits in der Optimisten Jolle, liebevoll „Opti“ genannt, das Segeln gelernt. Aber was kommt dann? Einige entdecken das Segeln als Sport, schaffen sich eigene Jollen an oder trainieren mit den vereinseigenen Booten. Viele andere finden den Einstieg aber nicht oder winken resigniert ab, weil das Große Meer einfach zu flach ist. Was fehlt, ist ein relativ einfaches und preiswertes, reviergeeignetes Boot, das Platz auch für mehrere Personen bietet. Moderne Jollen bieten diese Möglichkeit meistens nicht und wenn, wird für den Mitsegler eine gewisse Sportlichkeit vorausgesetzt. Das Segeln in der Gemeinschaft, als soziales Element, kommt heute oft zu kurz - Einhandsegler sind einsam. Viele potenzielle Segler möchten das Segeln jedoch nicht als elitären Hochleistungssport betrachten, hier stehen die Freude am Wassersport und das Gemeinschaftserlebnis im Vordergrund. Der Yacht Club Aurich hat sich nun dieses Problems angenommen und entwickelt einen Bootstyp, der nicht nur für die Hiewe oder das Große Meer geeignet ist, sondern auch auf der Ems und im Wattenmeer gesegelt werden kann: De Freeske Pott. Initiatoren des Projekts sind Harald Risius und Hermann Junkmann. Beide sind erfahrene Segler und Harald Risius hat als gelernter Bootsbauer und Ingenieur bereits einige Boote nach eigenen Entwürfen realisiert. Die neue Jolle soll also folgende Anforderungen erfüllen: - Der Tiefgang muss weniger als Knietiefe betragen und die Jolle sollte dabei noch optimal gesegelt werden können - Sie sollte wahlweise mit Ballastkielen ausgerüstet werden können, um auch das Segeln im küstennahen Bereich zu ermöglichen - Durch fest eingebaute Auftriebskörper muss die Jolle praktisch unsinkbar sein - Sie muss genügend Platz für kleine Gruppen bieten, für Ausbildungszecke geeignet sein und deshalb gutmütige Segeleigenschaften haben - Sie muss sicher, stabil und robust, einfach zu bauen und preiswert sein - Um an entsprechenden Regatten und Ausstellungen teilzunehmen zu können, sollte die Jolle ein traditionelles Rigg haben - Sie soll ein Aushängeschild und Werbeträger für den Yachtclub Aurich sein und... - ... das Segeln in seiner ursprünglichen Form ermöglichen. Der Kopf soll frei sein um sich zu entspannen und sich nicht ausschließlich mit Segeltrimm befassen. Ein solches Boot könnte auch für gewisse therapeutische oder pädagogische Maßnahmen eingesetzt werden und Außenstehende können so durch Mitsegeln an den Segelsport herangeführt und dafür geworben werden. Das Projekt soll ausschließlich durch Eigenleistung und Sponsoren finanziert werden. Wer hierzu etwas beitragen kann und möchte, der meldet sich bei Hermann Junkmann hjunkmann@t-online.de, Tel. 04941-4751 Wer technische Fragen hat, kann bei Harald Risius Informationen bekommen: Harald.Risius@MakanAngin.de, Tel. 04941-72710 P.S. Wir suchen noch ein Segelzeichen für diese neue Jolle. Es sollte markant sein, einen Bezug zu dem Bootstyp und dem Revier haben und natürlich einfach herzustellen und aufzunähen sein. Die beste Idee wird mit dem Segelroman „Makan Angin Kreuz im Süden“ prämiert.
Autor: Harald Risius
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